Eine außergewöhnliche Woche in Salamanca/Spanien

Der Spanischkurs der Jahrgangsstufe 1 des Technischen Gymnasiums bekam durch unseren Lehrer Herr Macrì die Möglichkeit, im Juli 2015 an einer Sprachreise nach Salamanca teilzunehmen. Während dieser Reise konnten sich die Schüler sowohl sprachlich, als auch kulturell weiterentwickeln. Die Sprachreise fand vom 19. bis 24. Juli gemeinsam mit einem Spanischkurs der Robert-Schuman-Schule aus Baden-Baden statt.

 

Sonntag/Montag

Die Sprachreise nach Salamanca begann am 19. Juli, einem Sonntagnachmittag, mit dem Flug von Frankfurt nach Madrid. Um 3 Uhr morgens erreichten wir die älteste Universitätsstadt Spaniens, Salamanca, wo wir bereits von unseren Gasteltern erwartet wurden. Nachdem jeder sein Gepäck aus dem Bus genommen hatte, wurden wir unseren Gasteltern zugeteilt, die uns nach Hause mitnahmen. Wie in Spanien üblich begann der Tag erst um 9 Uhr mit dem Frühstück. Da viele unserer Gasteltern kein Englisch sprachen, waren schon sehr schnell unsere Spanischkenntnisse aus zwei Jahren Schulunterricht gefordert. Vorstellen, Gespräche über Persönliches, Essen und die Familie - all dies lief in Spanisch ab. Die Gastmütter bereiteten uns Lunchpakete für die Schule vor. Der Unterricht begann um 10 Uhr damit, dass wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, um die Lernziele besser erreichen zu können. Außerdem folgte eine kurze Vorstellungsrunde. Wir konnten mit unseren guten Spanischkenntnissen flüssig über unsere Hobbys, Familie, Freunde und vieles mehr berichten. Danach erhielten wir ein Arbeitsheft, welches uns die ganze Woche im Unterricht begleitete. Gegen 13:50 war der erste Tag in der Sprachschule beendet und auf uns wartete ein leckeres Mittagessen bei den Gastfamilien. Nachdem wir uns gestärkt hatten, trafen wir uns wieder für eine Stadtbesichtigung. Bei dieser Stadttour erkundeten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Salamancas

– unter anderem die Kathedrale, die Plaza Mayor und die Universität Salamancas. Hierbei lernten wir viele Dinge über Salamanca selbst, aber auch etwas über die Kultur Spaniens kennen. Nachdem wir nun bereits die Stadt etwas besser kennengelernt hatten, folgte beim Abendessen in den Gastfamilien das nächste Highlight: typische spanische Gerichte. Am Abend trafen wir uns gemeinsam im Stadtkern, um den ersten Tag ausklingen zu lassen.

Dienstag

Nach einem typisch spanischen Frühstück ging es für uns Schüler um 9 Uhr zum Spanischunterricht. Mit jeder Unterrichtseinheit wurden wir sicherer und konnten uns noch besser mit unseren Gastfamilien unterhalten. Das Highlight des Tages stellte die Besichtigung der zwei Kathedralen von Salamanca dar. Zusammen mit einem Lehrer unserer Sprachschule lernten wir sie nun auch von innen kennen. Das Besondere der Stadt Salamanca ist, dass sie neben einer alten Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert noch eine modernere Kathedrale besitzt, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Vom Dach der Kathedralen konnte man einen Ausblick über ganz Salamanca genießen.

Zur Abkühlung besuchten wir am Mittag das örtliche Freibad, das uns bei Temperaturen von mehr als 30° Celsius sehr entgegen kam. Am Abend stand für uns eine Schatzsuche durch Salamanca auf dem Programm. Wir mussten Einheimische auf den Straßen Salamancas ansprechen, sie interviewen, mit ihnen singen oder ein gemeinsames Bild mit ihnen machen. Hierbei waren unsere Sprechkenntnisse besonders gefordert. Durch diese Aufgaben sind sehr lustige und interessante Gespräche mit den Landsleuten Salamancas entstanden.

Mittwoch

Wie gewohnt begann auch der Mittwoch mit dem Spanischunterricht in der Sprachschule ISLA, in welchem wir neue Grammatik aber auch neues Kulturgut kennen lernen durften. Am Mittag war dann Zeit Salamanca auf eigene Faust zu erkunden. In Gruppen machten wir uns auf, um bisher unentdeckte Orte aufzusuchen. An diesem Nachmittag konnten wir in spanischen Restaurants Essen gehen, Souvenirs und andere Dinge einkaufen oder weitere Sehenswürdigkeiten anschauen. Dies machte uns allen großen Spaß. Um 19 Uhr trafen wir uns alle wieder, um gemeinsam an der ISLA Challenge, eine Aktivität unsrer Sprachschule, teilzunehmen. Für diese Challenge wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die gegeneinander einen Wettstreit ausführen sollten. In Kategorien wie Karaoke mit spanischen Liedern, Tanzen oder Wissensfragen zu Spanien war das Wissen und Können jedes einzelnen von uns gefragt. Nach ein paar schönen Spielen kam der Tag mit dem Abendessen bei unseren Gastfamilien zum Abschluss.

Donnerstag

Auch der Donnerstag begann mit dem Spanischunterricht, in dem wir von unseren spanischen Lehrern neue Lerninhalte vermittelt bekamen. Zur Mittagszeit stand der Besuch des DA2 Museums und der Casa Lis auf dem Programm. Hierbei lernten wir die Kultur Spaniens nochmals besonders kennen. Anschließend ging es mit der ISLA Photorally weiter. In verschiedenen Gruppen hatten wir den Auftrag vier kreative, lustige oder besonders eindrucksvolle Fotos zu machen. Da wir die Stadt und ihre schönsten Ecken bereits kannten, stellte diese Aufgabe für uns kein großes Problem dar und wir konnten unserer Kreativität freien Lauf lassen. Fast alle Gruppen schafften es in kurzer Zeit tolle Fotos zu machen, die jetzt auf der Internetseite der ISLA bestaunt werden können. Am letzten Abend unseres Salamanca Aufenthalts stand mit dem gemeinsamen Paellaessen noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm. Alle zusammen besuchten wir ein typisch spanisches Restaurant, um die spanische Küche auf ganz besondere Art und Weise kennen zu lernen. In einem Drei-Gänge-Menü, bestehend aus Pan con Tomate, Paella und Crema Catalana, durften wir spanische Spezialitäten probieren. Abschließend zeigte uns eine Spanischlehrerin der ISLA das Stadtpanorama bei Nacht, was eine schöne Abrundung unseres Aufenthalts in Salamanca darstellte.

Freitag

Nun war auch schon der letzte Tag unserer Sprachreise angebrochen. Früh am Morgen verabschiedeten wir uns von unseren Gastfamilien und machten uns auf den Weg in die Hauptstadt Spaniens: Madrid. Um 9 Uhr startete unsere Stadttour durch Madrid. Neben den Hauptattraktionen wie dem Palacio Real, der Plaza Mayor oder der Statue von Don Quijote und Sancho Panza entdeckten wir auch kleine, alte und traditionelle Gassen und Gebäude. Nachdem jeder mit Souvenirs und Postkarten aus Madrid versorgt war und alle ausreichend Fotos geschossen hatten, machten wir uns auch schon auf den Weg Richtung Heimat.

Abschließend möchten wir sagen, dass die Reise sehr lehrreich, spaßig und abwechslungsreich war. Wir konnten die Möglichkeit uns sprachlich aber auch kulturell weiterzuentwickeln sehr gut nutzen und sind froh an der Sprachreise teilgenommen zu haben.